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Wie Sie die wichtigsten Fehler beim Bauspardarlehen vermeiden

1. Der Darlehenszins

Viele potentielle Käufer von Immobilien achten bei der Durchsicht von Bausparverträgen ausschließlich auf den späteren Darlehens-Zins (Sollzins), der um so besser zu sein scheint, je niedriger er ist. Wie sich dann später herausstellt, ist dies ein teurer Irrtum. Die Begründung dafür liegt auf der Hand: Häufig bedingen niedrige Sollzinsen auch kurze Darlehenstilgungslaufzeiten. Dies bedeutet, dass der Bausparer bereits innerhalb von fünf bis sieben Jahren das gesamte Bauspardarlehen zurückzuführen hat, was nur möglich ist, wenn die monatlichen Raten entsprechend hoch sind. Wenn dann gleichzeitig der ebenfalls aufgenommene Baukredit zurückzuzahlen ist, kann die Gesamthöhe der monatlichen Raten zu einer problematischen finanziellen Belastung führen.

Weiter bedeuten niedrige Sollzinsen oft auch lange Zuteilungszeiten. Oftmals setzen die Tarife der Bausparkassen voraus, dass der Bausparer mindestens sieben Jahre und mehr in den Bausparvertrag einzahlt, bevor er einen Anspruch auf das Bauspardarlehen erwirbt. Dies bedeutet zu Gunsten der Bausparkasse: Mit Hilfe der langen Ansparzeiten werden die niedrigeren Sollzins-Einnahmen ausgeglichen.

Deshalb sollte sich der an einem Bausparvertrag interessierte Kunde im Rahmen einer Beratung immer einen kompletten Spar- und Tilgungsplan aushändigen lassen, um so die Möglichkeit zu haben, die sich ändernden Angaben bei unterschiedlichen Zinssätzen zu vergleichen. Denn meist kann es tatsächlich ratsam sein, mittels eines höheren Sollzinses die Sparphase zu verkürzen.

2. Die Höhe der Bausparsumme

Ein häufiger Fehler ist die Tatsache, dass eine zu hohe Bausparsumme vereinbart wird. Hierbei bleibt oft unerwähnt, dass im Zusammenhang mit einer Immobilienfinanzierung die Summe aus Bauspardarlehen und Bankdarlehen zum Zeitpunkt der Auszahlung des Bauspardarlehens nicht mehr als 80 Prozent des im Grundbuch genannten Kaufpreises überschreiten darf. Diese Finanzierungsgrenze bestimmt letztlich die Höhe des Bauspardarlehens. Darüber hinaus wird kein Bauspardarlehen durch keine Bausparkasse vergeben. Dies bedeutet auch, dass auf diese Weise eine Finanzierungslücke entstehen kann, da das Bauspardarlehen dann nicht nutzbar ist.

Wenn ein Bauspar-Berater zu hohen Bausparsummen von 100.000 Euro oder mehr rät, sollten bei den Kunden alle Alarmglocken klingeln. Die Goldene Regel jeder Baufinanzierung lautet: mindestens 20 Prozent Eigenkapital, höchstens 20 Prozent Bausparvertrag, den Rest als Bankdarlehen. Für eine sinnvolle Finanzierung einer 300 000-Euro-Immobilie ist ein Bausparvertrag über 60000 € demgemäß also völlig ausreichend. Höhere Summen kosten Ansparzeit und unnötige Gebühren.

3. Die Höhe des Bauspardarlehens

Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, im Rahmen einer Immobilienfinanzierung nur eine kleinere Summe über den Bausparvertrag zu finanzieren. Der Darlehensanspruch sollte in diesem Fall 30.000 Euro nicht überschreiten. Bis zu dieser Grenze werden in der Regel keine weiteren umfangreichen Unterlagen benötigt und es erfolgt auch keine Eintragung der Schuld ins Grundbuch.

Diese 30.000 Euro der Bausparkasse können jedoch zum Eigenkapital einer Immobilienfinanzierung hinzugezählt werden. Denn je höher der Anteil des Eigenkapitals ist, desto geringer muss zum einen der Immobilienkreditanteil der Bank sein und zum anderen sind auf diese Weise auch weniger Zinsen zu zahlen. Dabei sollte man immer im Auge behalten, dass die Zinsunterschiede bei den Banken zwischen einer Eigenkapitalquote von 20 Prozent oder 10 Prozent teilweise erheblich sind und sich so während der Vertragslaufzeit der Immobilienfinanzierung auf mehrere tausend Euro summieren können.

Demzufolge machen Bausparsummen über 50.000 Euro in der Regel nur wenig Sinn. Bei der Bauspar-Tarifsuche sollte daher der Kunden-Fokus nicht auf (einen möglichst niedrigen) Sollzins gerichtet sein, sondern auf möglichst lange Tilgungszeiten mit gebührenfreien Sondertilgungsmöglichkeiten für das 30.000 Euro-Bauspardarlehen der Bausparkasse.

4. Die Bausparvertrags-Abschlußgebühr

Es soll vorkommen, daß Bauspar-Vertreter ihre Kunden nicht auf die Abschlußgebühr aufmerksam machen. Je nach Bausparkasse und Tarif kann diese 1,0 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme betragen. Wer sich nicht sicher ist, ob er später einmal das Bauspardarlehen in Anspruch nehmen will, sollte deshalb fragen, ob bei Darlehensverzicht die Abschlußgebühr zurückgezahlt wird. Bei einer Bausparsumme von 60.000 Euro und 1,6 Prozent Gebühren sind das immerhin 960 Euro!

5. Die Zuteilungsprognose

Die laut Gesetz unverbindlichen Zuteilungstermine werden von den Bausparkassen eingehalten. Sicherheit gibt es jedoch nur, wenn der Zuteilungs-Zeitpunkt unter Berücksichtigung der Einzahlungen, Zinsen und Prämien genau errechnet wird - und der Bausparer einen entsprechenden Computerausdruck erhält.

6. Der Zeitpunkt der Auszahlung

Zuteilung heißt nicht gleich Auszahlung. Wer das Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt benötigt, muß deshalb wissen, daß zwischen Erreichen der Zuteilungsvoraussetzungen und der Auszahlung bei manchen Bausparkassen sogar bis zu 9 Monaten vergehen können. Wichtig ist, wann die Gutschrift der Zinsen durch die Bausparkasse erfolgt und wann der Bewerbungsstichtag ist. Am schnellsten geht es bei Tarifen, bei denen das Guthaben taggenau verzinst und jeden Monat bewertet wird.

7. Der Wert einer guten Bauspar-Beratung

Wer den Bausparvertrag zum Bauen oder zur Finanzierung einer Immobilie nutzen will, braucht einen kompetenten Berater. Dieser sollte nicht nur seine Tarife kennen, sondern auch eine komplette Bau- und Immobilienfinanzierung mit Hypothekendarlehen, Zwischenfinanzierung und Versicherung beherrschen.

Blogbeitrag veröffentlicht am 11.10.2017 auf sofortkredit-einfach.de

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